Projekt

Organisation und Struktur

Der zukünftige Betrieb des Internationalen Blindenzentrums nach dem 30.09.2018 wird in Form einer Genossenschaft, Genossenschaft Gebhardshöhe (in Gründung), durchgeführt. Diese Genossenschaft verfügt über einen langfristigen Baurechtsvertrag mit der bestehenden Stiftung IBZ. Die Genossenschaft übernimmt die Aufgabe im Wesentlichen die Interessen der Zielgruppe des IBZ zu wahren. Der Pächter erhält aber die Freiheit, neue Geschäftsfelder aufzunehmen, um den Betrieb wirtschaftlich auf gesunde Beine zu stellen. Die bisherigen Stiftungsorganisationen haben anlässlich ihrer Mitglieder- beziehungsweise Vorstandssitzungen dieses Konzept zur Rettung des IBZ Landschlacht ausdrücklich begrüsst und unterstützt.

hier geht's direkt zum Zeichnungsschein der Genossenschaft

 

Betriebskonzept

Das Betriebskonzept soll auf folgenden Pfeilern beruhen:

 a) Logis und Seminare

b) Restaurationsbetrieb

c) Langzeitbewohner

d) Eventgastronomie

e) Dienstleistungen / Öffentlichkeitsarbeit

 

a) Logis und Seminare

Der Bereich Hotellerie wird von heute über 50 Zimmer auf 25 Zimmer reduziert. In diesem Segment wird eine behindertenspezifische Betreuung

für Hotelgäste und Seminarteilnehmer angeboten, die dem Gast erlauben, sich auch in schwierigsten Situationen selbstständig im Haus und seiner Umgebung zu bewegen. Von zentraler Bedeutung sind dabei insbesondere die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der hauseigenen Infrastruktur und die selbständige Erreichbarkeit mittels öffentlichen Verkehrs. In diesem Bereich wird eine Auslastung von 75% auf 365 Öffnungstage erwartet.

 

b) Restaurationsbetrieb

Der Restaurationsbetrieb versorgt in erster Linie die Gäste des Hotelleriebetriebes mit Mahlzeiten und Getränken. Gleichzeitig bietet die Restauration ein Tagesrestaurant für die Bewohner und für Seminar- und Tagesgäste an. Sie bewirtschaftet ebenfalls die Eventgastronomie. Das Restaurant bietet Produkte aus der Region an und ist an 365 Tagen geöffnet.

 

c) Langzeitbewohner

In bis zu 20 Einheiten bietet das Haus Wohnraum für Menschen mit besonderen Anforderungen an. Diese besonderen Anforderungen basieren auf der Ausrichtung der Spezialisierung der Einrichtung. Insbesondere gehören Menschen mit Sehbehinderung, Hörbehinderung, Gehbehinderung oder multiplen Einschränkungen zum Zielpublikum. Mit spezifischen Dienstleistungen erhalten die Bewohner die Möglichkeit, länger zu hause zu bleiben und den eigenen Haushalt führen zu können. Mit dem Angebot spezifischer Hilfestellungen können auch "Ferien von der Familie für die Familie" angeboten werden. Die Wohneinheiten sind einfach aber individuell gestaltbar. Die 20 Einheiten weisen eine Grösse von 20 bis 60 Quadratmeter auf und verfügen über einen individuell gestaltbaren Ausbaustandard. In diesem Bereich werden Kooperationen mit spezifischen Fachorganisationen eingegangen. 5 Wohneinheiten aus diesem Bereich werden für Kooperationen eingesetzt. In diesem Segment werden auch Wohneinheiten für den "normalen" Markt angeboten. Jeder Mieter entscheidet selber über den Umfang seiner Inanspruchnahme von Zusatzleistungen wie Botengänge, Postdienst etc.

 

d) Eventgastronomie

Von Beginn weg kann mit der heutigen unsichtBAR eine Gastronomie besonderer Art geboten werden. Hinzu kommen Kursangebote für Vereine und Unternehmen um Teambildungsseminare.

In diesem Bereich wird mit einer Frequenz von 100 Veranstaltungen jährlich kalkuliert. Das Zielpublikum umfasst insbesondere die nichtbehinderte Bevölkerung der Region Bodensee mit einer Einwohnerzahl von 1‘850‘000 Personen.

 

e) Dienstleistungen / Öffentlichkeitsarbeit

Der Bereich Dienstleistungen / Öffentlichkeitsarbeit umfasst Aufgaben für die Behindertenverbände der Region Thurgau und Landkreis Konstanz. Das IBZ wird zum Kompetenz und Beratungszentrum ausgebaut. Mitunter wird erwartet, dass Synergien im Bereich Dienstleistungen mit dem Bereich Eventgastronomie eintreten.