Fragen / Antworten

Frage: Muss ich nach dem Entscheid des Stiftungsrates vom 11. Januar definitiv auf das IBZ und seine Leistungen verzichten?

 

Antwort: Im Prinzip hat der Stiftungsrat einen klaren Entscheid getroffen. Er behauptet, dass sich die Stiftung das Blindenzentrum nicht mehr leisten kann und dass das Defizit immer grösser geworden ist. Von verschiedenen Seiten haben wir nun aber in Erfahrung gebracht, dass der "Kampf um das IBZ bzw. dessen Leistungen" noch nicht aufgegeben sei. Von verschiedenen Betroffenen sind uns Zuschriften zugegangen, die zeigen, dass die Stiftungsaufsicht und in einem weiteren Schritt womöglich das Verwaltungsgericht sich die Vorgänge der letzten Monate und Jahre innerhalb des Stiftungsrates bzw. der Stiftung genauer prüfen müssen. Ebenfalls wird eine Behörde wohl darüber entscheiden, ob eine Beschwerde für die anstehenden Veränderungen eine aufschiebende Wirkung hat.

 

Es entsteht der Eindruck, dass der Stiftungsrat mit dem Entscheid vom 11. Januar einen Schlussstrich ziehen und eine genauere Prüfung der Entscheidungsgrundlagen vermeiden wollte.

 

Frage: Kann ich mich dem "Kampf um das IBZ" anschliessen?

 

Antwort: Aufgrund der uns vorliegenden Dokumente gehen wir davon aus, dass sich die betroffenen Personen teilweise selber zu Interessengruppen formiert haben und sich vergleichbar einer "Sammelklage" gemeinsam zu handfesten rechtlichen Schritten bewegen.

 

Wir empfehlen allen betroffenen Personen, sich direkt mit den auf unserer Seite publizierten Personen des Stiftungsrates und der Stiftungsaufsicht in Verbindung zu setzen. Auch empfehlen wir die Diskussion mit anderen betroffenen Nutzern des IBZ aktiv zu suchen um sich Interessengruppen anschliessen zu können.

 

Einen interessanten Hinweis hat die Thurgauer Zeitung in der Ausgabe vom Mittwoch, 14.03.2018 gegeben. Sie nimmt bezug auf eine Anfrage einer Parlamentarierin an den Regierungsrat des Kantons Thurgau. Der Regierungsrat verweist auf das Behinderten Gleichstellungsgesetz und berichtet, dass es im Kanton Thurgau genügend barrierefreie Hotels für blinde, sehbehinderte und taubblinde Menschen gibt;  er lässt aber offen, wo sich diese befinden.

 

Wir können uns vorstellen, dass die Vertreter des Regierungsrates gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung stehen.

 

Frage: Stimmt es, dass Ihr mit der Genossenschaftsidee im Verzug wart und der Stiftungsrat Euch darauf hin eine Fristerstreckung bis Mitte Januar gewährt hat?

 

Antwort: Anlässlich einer telefonischen Besprechung Anfang Oktober hat der Stiftungsratspräsident zugesichert, dass wir für die Präsentation eines Vorschlages bis Ende Dezember 2017 Zeit erhalten. Der Stiftungsratspräsident hat unsere Teilnahme an einer wichtigen Besprechung mit der Spital Thurgau AG verhindert. Er kam erst in Zeitnot, als die potentielle Mieterin den für sie günstigen "Letter of Intent" bis Mitte Dezember unterzeichnet haben wollte. Er hat danach nicht aufgrund unserer Anfrage, sondern aufgrund des Druckes der Stiftungsorganisationen bzw. deren Stiftungsräte und wegen Ferienabsenzen über die Weihnachtstage die Frist bis Mitte Januar verlängert. Für eine persönliche Besprechung und Sichtung der für eine seriöse Beurteilung notwendigen Unterlagen hat er keine Zeit gefunden. Die Rückfragen fanden ausschliesslich telefonisch statt.

 

Frage: Stimmt es, dass der Preis, den die Spital Thurgau AG zahlen soll, zu tief ist?

 

Antwort: Die Beurteilung eines Mietpreises ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zur Bewertung ist immer auch eine mögliche Alternative in Erwägung zu ziehen. Auffallend an den kolpotierten Zahlen ist aber, dass der Stiftungsratspräsident wenige Wochen vor dem Treffen mit der Spital Thurgau AG einen Mietvertrag mit einer anderen im sozialen Bereich tätigen Institution ausarbeiten liess,  der einen Bruchteil der Zimmer betraf und nur 30% weniger Miete einbringen würde, der vereinbarte Preis pro Zimmer entsprach wohl eher einer adäquaten Entschädigung. Den Initianten der Genossenschaft ist dieser Vertrag bei der Suche nach betrieblicher Auslastung zugetragen worden. Die Frage sei erlaubt, ob dieser Vertrag den anderen Stiftungsräten auch bekannt war.

 

Frage: Was fällt Ihnen zum auf der Startseite geschilderten Hergang ein?

 

Antwort: Vielliecht ein Zitat von

 

Frage: Kann die Genossenschaft Blindenzentrum Gebhardshöhe Landschlacht langfristig auf eigenen Beinen stehen, oder benötigt der Betrieb immer wieder Hilfe?

 

Antwort: Mit der Umstellung eines Teiles der Anlage auf Dauernutzung und der damit optimierten Einsatz von Personal und Material wird die betriebswirtschaftliche Lage deutlich verbessert. Die grossen Schwankungen von Sommer- zu Winterbetrieb werden reduziert.

Mit den Mitteln aus dem Eigenkapital der Genossenschaft und Unterstützungen Dritter im Bereich der Dauernutzung werden  anstehende Investitionen und Umstellungsmassnahmen finanziert.

 

Frage: Was hat ein Genossenschafter für Rechte?

 

Antwort: Der Genossenschafter ist Anteilsinhaber an der Gesellschaft. Er kann an der jährlichen Genossenschafterversammlung teilnehmen und hat dabei aktives Wahl - und Stimmrecht. Die Genossenschafterversammlung soll jährlich im Blindenzentrum stattfinden und zu einem gesellschaftlichen Ereignis avancieren, das die Verbundenheit untereinander und zum Zentrum stärken wird.

 

Frage: Wer kann Genossenschafter werden?

 

Antwort: Jede juristische und natürliche Person hat die Möglichkeit einen oder mehrere Anteile zu erwerben. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Genossenschafter aus der Schweiz, Deutschland oder einem anderen Land stammt. hier geht's direkt zum Zeichnungsschein

 

Frage: Wieviele Genossenschaftsanteile benötigt die Genossenschaft?

 

Antwort: Die Genossenschaft sollte im Verlauf des Jahres 2018 ein Eigenkapital von rund 800 000 Franken erreichen. Um ein klares und eindeutiges Signal an den Stiftungsrat zur Entscheidungsfindung zu senden, sind bis Anfang Januar mehrere hundert Zeichnungen von Anteilscheinen notwendig. Alle aktuellen Zeichnungen werden nur dann "aktiviert", wenn das Projekt zur Rettung des IBZ vom Stiftungsrat angenommen wird und die entsprechenden Verträge ausgearbeitet und unterzeichnet  werden können.

 

Frage: Was passiert mit dem IBZ, wenn das Projekt vom Stiftungsrat  abgelehnt wird?

 

Antwort: Der Stiftungsrat hat im September beschlossen, das Zentrum per 30.9.2018 zu schliessen. Dieser Beschluss wird umgesetzt und die Liegenschaft wird vorerst für mehrere Jahre  vermietet. Nach der Neubesetzung des Stiftungsrates wird der Stiftungszweck geändert werden und die Immobilie wird verkauft.

 

Frage: Braucht es Häuser wie das IBZ überhaupt noch? 

 

Antwort: In einer Zeit, in der oft von Integration und Inklusion gesprochen wird, scheint eine Einrichtung für blinde, sehbehinderte und taubblinde Menschen auf den ersten Blick nicht mehr angezeigt zu sein. Technische Hilfsmittel erleichtern die Kommunikation, öffnen den Zugang zu einer fast unbegrenzten Menge an Information und bieten Unterstützung bei der Mobilität. Dabei geht gern vergessen, dass durch den Wegfall eines Wahrnehmungskanals die zwischenmenschliche Kommunikation und die praktische Gestaltung des Alltags trotz all des Fortschritts deutlich mehr Energie abverlangen. Gerade hier bietet ein Haus wie das IBZ eine wichtige und wohltuende "Insel": Für die Zeit des Aufenthalts erleben betroffene Menschen, dass sie ihr eigenes Tempo leben und auf Verständnis bauen dürfen, ohne sich erklären zu müssen - und dass sie so ganz selbstverständlich ohne Anpassungsdruck Kräfte sammeln und im Austausch mit andern Betroffenen Motivation für den Alltag tanken können.

 

Frage: Haften Genossenschafter für Schulden der Genossenschaft?

 

Antwort: Die Gesellschafter einer Genossenschaft haften gegenüber der Genossenschaft im Rahmen der Pflicht, ihre Versprechungen (Zeichnung) nachzukommen. Eine weitergehende Haftung für Schulden der Genossenschaft müsste in den Statuten ausdrücklich notiert werden. Bei der Genossenschaft Blindenzentrum Gebhardshöhe Landschlacht ist eine weitergehende Haftung nicht vorgesehen.

 

Frage: Wie erfahre ich, ob mein Zeichnungsschein bei Ihnen angekommen ist?

 

Antwort: Wir erhalten zur Zeit eine erfreulich grosse Zahl an Rückmeldungen aus Kreisen der Betroffenen Sehbehinderten, Blinden, Taubblinden und deren Umfeld aber auch aus der Region. Wie wir das auf dieser Seite dargelegt haben, ist die Hürde, die unser Projekt zu überwinden hat, um den Stiftungsrat im Januar zu überzeugen, sehr hoch; wir sind also mit Arbeit total zugedeckt. Zur Zeit dürfen Sie mit folgenden Antwortzeiten rechnen:

1) Zeichnungsscheine

 Die Zeichnungsscheine werden aufgenommen und notiert.

 In der ersten Januarhälfte werden Sie von uns eine Rückbestätigung mit weiteren Informationen erhalten.

Aus logistischen Gründen ist uns eine schnellere Reaktionszeit auf Ihre Zusage zur Zeit nicht möglich.

2) Unterstützung auf Webseite

Die Zusagen der Unterstützung per E-Mail werden innerhalb von drei Werktagen beantwortet und Ihre Zusage publiziert.

 

Frage: Wird das Projekt zur Erhaltung des IBZ unterstützt?

 

Antwort: Wir dürfen uns in diesen Tagen über einen wirklich breiten Zuspruch aus den Kreisen von Betroffenen, deren Umfeld und Familien erfreuen. Ebenfalls erhalten wir aus der Region von verschiedenen Kreisen sehr breite Unterstützung. An dieser Stelle ein erstes "herzlichen Dank".

Diese breite Unterstützung ist der Rohstoff, aus dem das Team der Arbeitsgruppe die Energie schöpft, um vorerst bis zum Entscheid des Stiftungsrates am 11. Januar weiter zu kämpfen und alle anstehenden "Baustellen" anzupacken. Diese Unterstützung ist ein wesentlicher Teil, des Nachweises, dass WIR das IBZ behalten möchten.