NEWS / pRESSE

Ab sofort halten wir Sie auf unserer Seite NEWS/PRESSE über alle Aktualitäten auf dem Laufenden.

 

Der Stiftungsrat des Internationalen Blindenzentrums Landschlacht hat sich am 11. Januar 2018 einstimmig für die definitive Schliessung des Zentrums am 30.9.2018 und gegen unser Weiterführungs- bzw. Rettungs-Projekt entschieden.

 

Kreuzlingen, 12.01.2018

 

Sehr geehrte Damen und Herren

 

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit und unser Projekt ganz herzlich und möchten es nicht versäumen, Sie an dieser Stelle ausführlich über den Stand der Dinge zu informieren. Lesen Sie auch zusätzlich einen Kommentar des Publizisten Marc C. Rüller. Ebenfalls finden Sie eine Sammlung von Links zu Organisationen, Institutionen und verantwortlichen Personen.

 

Wir sind überzeugt, dass Sie unser Handeln gutheissen, und verstehen, dass wir letztlich aus Ihrem Interesse so agieren mussten, wie wir das gemacht haben.

 

1. Unser Projekt

 

Nachdem der Stiftungsrat seinen Entscheid im Herbst publizierte und seine Entscheidung ausdrücklich bedauerte und darlegte, haben sich unter anderem Betroffene Sehbehinderte und Blinde gefunden, um ein Projekt zur Fortführung des Blindenzentrums zu evaluieren.

 

Im Verlaufe der Arbeiten und vieler Abklärungen ist das Ihnen wohlbekannte Projekt entstanden. Wesentliche Bestandteile waren die Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und die weitere Umsetzung des Stiftungszweckes im Sinne der sehbehinderten, blinden und taubblinden Menschen.

 

2. Vorbereitung auf die Sitzung

 

Im Dezember 2017 vereinbarten wir mit dem Stiftungsratspräsidenten, bis Anfang Januar 2018 den Nachweis erbringen zu müssen, dass wir die Unterstützung durch die Menschen aus der Region und die Betroffenen erhalten, Buchungszusagen und Finanzierungs- und Interessensnachweise erbringen zu können - in weiten Teilen also genau Ihre Unterstützung zu haben.

 

Wir haben bis zum 10. Januar über 800 Zeichnungsscheine von rund 300 Personen erhalten und diverse Zusagen von Stiftungen und Verbänden in Aussicht gestellt bekommen, die aber aus verständlichen organisatorischen Gründen etwas längere Entscheidungszeiten benötigen.

 

Nicht zuletzt haben wir aber auch weit über 300 Mails von Betroffenen und Freunden des IBZ erhalten, die uns in unserem Projekt unterstützen, und wir konnten Absichtserklärungen abschliessen, die uns im Bereich Dauervermietung einen Start ermöglichten.

Im Vorfeld der Stiftungsratssitzung vom 11.1.2018 haben mindestens vier Stiftungsräte ihre klare und eindeutige Zustimmung zu unserem Projekt abgegeben und haben sogar Anteilscheine unterzeichnet.

 

3. Unser Angebot an die Stiftung

 

Wir haben dem Stiftungsrat unser schriftliches Angebot unterbreitet. Eckpunkte sind, dass wir den Stiftungszweck weiter verfolgen, sie von den Kosten für die Schuldenverzinsung, für administrative Kosten und sogar einen Beitrag für die Schuldentilgung mittels eines Baurechtszinses von 40 000 Franken entschädigen. 

Die Genossenschaft sollte für alle baulichen Massnahmen der zukünftigen Nutzung aufkommen und rund 1.5 Mio Franken investieren. Für dieses Engagement sind der Abschluss eines Baurechtsvertrages und eine langfristige Planungssicherheit zwingende Voraussetzung.

 

4. Die Verhandlungen / Präsentation

 

Anlässlich der Präsentation im Stiftungsrat war nebst den Stiftungsratsmitgliedern ein Immobilienhändler anwesend, der unserer Delegation wohl aus taktischen Gründen aber nicht vorgestellt wurde.

 

Die Einleitung der Präsentation durch den Stiftungsratspräsidenten erfolgte voreingenommen. Nach einer ausführlichen Projektvorstellung wurde unsere Delegation nach dem Deponieren unseres Angebotes wieder verabschiedet.


Im Rahmen der Beratungen des Stiftungsrates ist uns nachträglich der Vorschlag unterbreitet worden, den angebotenen Preis demjenigen der Spital Thurgau AG anzupassen und vom Baurecht abzusehen und im Rahmen eines jährlich kündbaren Mietverhältnisses das IBZ zu übernehmen.


Dieses sittenwidrige Scheinangebot ist aus folgenden Gründen äusserst arrogant:
- Wir sollten als Mieter bauliche Massnahmen vornehmen und
- Investitionen ohne Sicherheiten tätigen,

- der Stiftungszweck des IBZ wurde einfach in den Wind geschlagen.


Ein wesentlicher Teil unseres Konzeptes war unter solchen Bedingungen unerreichbar. Eine Annahme wäre einem Raubzug auf das Kapital der Genossenschafter, also Ihrem  uns anvertrauten Vermögen, gleich gekommen.

 

5. Schliessung IBZ

 

Der Stiftungsrat hat am 11.1.2018 einstimmig beschlossen, das IBZ an die Spital Thurgau AG zu vermieten und unser Angebot zur Weiterführung ausgeschlagen.

 

Diesen Entscheid haben auch die oben bereits erwähnten Vertreter der Stiftungsorganisationen CAB und DKBW einstimmig mitgetragen.

 

Wie der Stiftungsrat  eine solche Entscheidung mit dem aktuellen Stiftungszweck vereinbart und damit den Betroffenen den Zugang zum IBZ inskünftig verwehrt, sei ihm überlassen.

 

Für uns bleibt  die Enttäuschung.

 

Wir danken Ihnen an dieser Stelle nochmals ausdrücklich für Ihre Unterstützung der letzten Wochen und Monate. Das gewaltige Feedback und die vielen Zusagen haben uns gezeigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Es hat uns gleichfalls sehr gefreut, dass wir während der gesamten Zeit unserer intensiven Vorbereitungen, Planungs- und Aufbauarbeiten Ihr Vertrauen erfahren durften und von sehr vielen Betroffenen ein hohes Mass an Dankbarkeit für unser Engagement erhielten.

Bitterer Nachgeschmack

 

Dass unsere Kalkulationsgrundlagen offensichtlich nicht so falsch sein konnten, wie dies an der Präsentationssitzung behauptet wurde, beweisen die in der Zwischenzeit eingegangenen Erklärungen von Immobilienfonds mit ehtisch verankerten Grundzielen. Ebenfalls stimmen uns Aussagen des Stiftungsratspräsidenten aus der Vorweihnachtszeit, die uns in der Zwischenzeit von Dritten zugetragen wurden, nachdenklich - wir hatten keine Chance - wir wurden nur beschäftigt.

 

Für die Initiativgruppe

www.rette-das-ibzlandschlacht.ch

Max Bolliger

Pietro Londino

Urs Rehmann

Michael F. Rembeck

 

Folgende Personen gehören dem Stiftungsrat des IBZ Landschlacht an:

 

Von den mit ** gekennzeichneten Personen sind die E-Mail-Adressen im Internet publiziert:

 

Erich Kern, Stiftungsratspräsident
Kern Treuhandpartner AG, Schützenwiese 8, CH-9451 Kriessern
Telefon +41 71 225 20 00, Fax +41 71 225 20 01
und
MISolutions AG
Schützenwiese 8, CH-9451 Kriessern
Telefon +41 71 225 20 00, Fax +41 71 225 20 01

 

Ruth Häuptli, Stiftungsrätin, Präsidentin CAB** E-Mail senden
Elisabeth Walter, Stiftungsrätin
Franz Fux, Stiftungsrat
Herbert Foit, Stiftungsrat, Vorsitzender DKBW, Boizenburg
Gerlinde Gregori, Stiftungsrätin** E-Mail senden
Karl-Josef Edelmann, Stiftungsrat** E-Mail senden

 

Organisationen:

 

Deutsches Katholisches Blindenwerk e. V.
Graurheindorfer Str. 151a, 53117 Bonn
Telefon +49 (0)228 / 5 59 49 - 10
Telefax +49 (0)228 / 5 59 49 - 19
E-Mail senden

 

Schweizerische Caritasaktion der Blinden (CAB)
Schrennengasse 26, 8003 Zürich
Tel.: +41 (0)44 466 50 60
Fax: +41 (0)44 466 50 69
E-Mail senden

 

Ostschweizer BVG- und Stiftungsaufsicht
Poststrasse 28 / Postfach 1542 / 9001 St. Gallen
T +41 (0)71 226 00 60 / F +41 (0)71 226 00 69
E-Mail senden

 

Lesen Sie hier den Kommentar von Marc C. Rüller

 

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